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Frequently Asked Questions (FAQ)

Letzte Aktualisierung: 06.09.2017

In diesem Bereich finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Auf dieser Webseite können Sie den ab 1. Oktober 2017 erforderlichen Kenntnisnachweis gemäß Luftverkehrsordnung § 21e zum Steuern von Flugmodellen inklusive Multicoptern für Sport- und Freizeitzwecke (nicht gewerblich) erwerben. Die Kosten betragen netto 25 Euro zuzgl. 7% Mehrwertsteuer, in Summe 26,75 Euro.

Der hier erworbene Kenntnisnachweis gemäß § 21e gilt nicht für unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS). Diese benötigen eine Bescheinigung nach LuftVO § 21d von einer vom Luftfahrtbundesamt anerkannten Stelle. Weitere Informationen auf www.lba.de.

Wie und wo kann ich einen Kenntnisnachweis erhalten?

Der Kenntnisnachweis kann auf dieser Webseite erworben werden. Die dazu benötigten Schritte sind:

  • Registrieren
  • Anmelden
  • Wissensvermittlung durchlesen
  • Fragen korrekt beantworten
  • Bezahlung durchführen - mögliche Zahlungsarten: Paypal, Kreditkarte und Sofortüberweisung
  • Kenntnisnachweis herunterladen
Es wird im Anschluss sofort der Kenntnisnachweis ausgestellt und kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Was tun wenn ich keinen PC mit Drucker habe?

Wir empfehlen ein Treffen im Vereinsheim (wenn dort PC mit Internetzugang und Drucker vorhanden), bei einem Vereinskollegen oder Freund zu veranstalten und dort zusammen die entsprechenden Schritte für alle Teilnehmer nacheinander durchzuführen. Hier können untereinander Fragen diskutiert werden und es macht gemeinsam einfach mehr Spaß.

Warum darf der DAeC den Erwerb des Kenntnisnachweises anbieten?

Der DAeC ist ein vom Gesetzgeber beauftragter Luftsportverband und als „sachkundig Benannter“ für diese Aufgabe bestimmt. (Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten §21e LuftVO)

Wer ist der DAeC?

Der Deutsche Aero Club e.V. (DAeC) ist der Spitzenverband des Luftsports und der Allgemeinen Luftfahrt und der zweitgrößte Luftsportverband Europas. Seine Hauptaufgabe sind die Interessenvertretung und das Ausrichten sportlicher Wettbewerbe. Als Verhandlungspartner von Politik, Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft vertritt der DAeC mehr als 100.000 Sportler. In der nationalen Sportpolitik arbeitet er eng mit dem Deutschen Olympischen Sportbund zusammen. Auf internationaler Ebene gehört er zu Europe Airsports und der FAI (Fédération Aéronautique Internationale), dem Weltluftsportverband. DAeC-Mitglieder sind in allen Luftsportarten aktiv: Segelfliegen, Motorfliegen, Modellfliegen, Fallschirmspringen, Ballonfahren, Ultraleicht-, Drachen- und Gleitschirmfliegen.

Benötige ich eine Versicherung?

Eine Versicherung ist zwingend vorgeschrieben. Details siehe Menüpunkt Versicherung.

Muss ich mein Flugmodell jetzt kennzeichnen?

Flugmodelle mit einer Startmasse von mehr als 250 g sind vor ihrem erstmaligen Betrieb zu kennzeichnen:

  1. an sichtbarer Stelle,
  2. mit dem Namen und der Anschrift des Eigentümers,
  3. in dauerhafter und feuerfester Beschriftung.

Die Kennzeichnungspflicht tritt am 1. Oktober 2017 in Kraft.

Benötige ich jetzt zum Modellfliegen eine Genehmigung?

Nein, Modellflug bleibt grundsätzlich auch weiterhin genehmigungsfrei. Allerdings gilt wie schon vor der Änderung der Luftverkehrsordnung, dass in bestimmten Fällen eine Aufstiegserlaubnis vorliegen muss. Zum Beispiel wenn das Modell mehr als fünf Kilogramm Abfluggewicht hat, mit Verbrennungsmotor in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometern von Wohngebieten betrieben wird oder für Flugmodelle aller Art auf Flugplätzen oder in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometern von der Begrenzung von Flugplätzen.

Brauche ich als Pilot mit einer gültigen Lizenz für Segelflugzeuge, Motorflugzeuge, Ultraleicht-Luftsportgeräte, Ballon oder Gleitschirm einen Kenntnisnachweis?

Inhaber einer gültigen Lizenz als Luftfahrzeugführer benötigen keinen Kenntnisnachweis.
Unter „Erlaubnis als Luftfahrzeugführer“ ist zu verstehen:

  • die Lizenz für Luftfahrzeugführer gem. § 2 Abs. 1 Nr. 1 LuftPersV (Piloten von Flugzeugen, Hubschraubern, Segelflugzeugen, Ballonen und Luftschiffen oder
  • der Luftfahrerschein oder Ausweis gem. § 2 Abs. 1 Nr. 2 LuftPersV (beispielsweise Ultraleichtflugpiloten oder Gleitschirmflieger)

Darf ich höher als 100 Meter fliegen?

Ja, sofern es der Luftraum der örtlichen Umgebung zulässt und es sich nicht um einen Multicopter handelt. Allerdings muss der Steuerer entweder einen Kenntnisnachweis besitzen oder auf einem Modellfluggelände fliegen, für das es eine Erlaubnis zum Aufstieg der zuständigen Luftfahrtbehörde gibt.

Darf ich auf einem Modellfluggelände mit Aufstiegserlaubnis höher als 100 Meter fliegen?

Auf einem zugelassenen Modellfluggelände mit Aufstiegserlaubnis ist kein Kenntnisnachweis erforderlich. Hier dürfen auch Multicopter höher als 100 Meter fliegen, sofern sie in Sichtweite des Piloten betrieben werden.

Wo darf man nicht fliegen?

Flüge sind verboten über und teilweise in einem seitlichen Abstand von 100m von:

  • Menschenansammlungen, Unglücksorten, Katastrophengebieten oder anderen Einsatzorten von Polizei und anderen Behörden sowie Organisationen mit sicherheitsrelevanten Aufgaben (BOS). Dies gilt auch für den Betrieb über Justizvollzugsanstalten, Industrieanlagen, Anlagen der Energieerzeugung/Energieverteilung und militärischen Anlagen,
  • Industrieanlagen, Krankenhäusern, Botschaften, Liegenschaften der Polizei und anderen Sicherheitsbehörden,
  • Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen,
  • Naturschutzgebieten, Vogelschutzgebieten, Nationalparks,
  • Wohngrundstücken (wenn das Gewicht des Multicopters/Drohne mehr als 0,25 Kilogramm beträgt oder mit einer Kamera ausgestattet ist. Ausnahme: Der Grundstückseigentümer stimmt diesem Flug ausdrücklich zu),
  • und wenn es entsprechend ausgeschildert bzw. von der zuständigen Stelle untersagt wurde.

Darf man im kontrollierten Luftraum fliegen?

In Kontrollzonen darf die Flughöhe 50 Meter nicht übersteigen. (Achtung – bitte Abstandsregelungen zu Flugplätzen beachten!)

Vor dem Aufstieg von Flugmodellen über 50 Meter im kontrollierten Luftraum ist bei der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle eine Flugverkehrskontrollfreigabe einzuholen.

Gleiches gilt für die Nutzung des Luftraums über Flugplätze mit Flugverkehrskontrollstellen.

Die zuständige Behörde kann jedoch Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit/Ordnung darstellt.

Muss ich Mitglied in einem Luftsportverein sein, um den Kenntnisnachweis zu erwerben?

Nein, das ist nicht erforderlich.

Gibt es weitere Voraussetzungen, um den Kenntnisnachweis zu bekommen?

Der Kenntnisnachweis kann erst ab einem Alter von 14 Jahren ausgestellt werden. Kindern und Jugendlichen ist es aber möglich, auf einem Modellfluggelände mit Aufstiegserlaubnis höher als 100 Meter zu fliegen. Außerhalb solch eines Geländes können Kinder unter 14 Jahren höher als 100 Meter fliegen, wenn eine Aufsichtsperson dabei ist, die über einen entsprechenden Kenntnisnachweis verfügt.

Muss auch bei jahrelanger Modellflug-Erfahrung ein Kenntnisnachweis erworben werden?

Ja, wenn außerhalb von Modellfluggeländen mit Aufstiegserlaubnis höher als 100 Meter geflogen werden soll oder die Abflugmasse des Flugmodells mehr als 2 kg beträgt.

Der Nachweis wird erbracht durch

  1. eine gültige Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder eine beglaubigte Kopie derselben
  2. Unter „Erlaubnis als Luftfahrzeugführer“ ist zu verstehen:
    • die Lizenz für Luftfahrzeugführer gem. § 2 Abs. 1 Nr. 1 LuftPersV (Piloten von Flugzeugen, Hubschraubern, Segelflugzeugen, Ballonen und Luftschiffen oder
    • der Luftfahrerschein oder Ausweis gem. § 2 Abs. 1 Nr. 2 LuftPersV (beispielsweise Ultraleichtflugpiloten oder Gleitschirmflieger)
    • für Flugingenieure,
    • für Steuerer von Flugmodellen mit 25-kg- bzw. 150-kg-Zulassung
    oder
  3. eine Bescheinigung über eine bestandene Prüfung von einer nach § 21d vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle oder
  4. eine Bescheinigung über eine erfolgte Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband oder einen von ihm beauftragten Verein nach § 21e für den Betrieb eines Flugmodells.

Kostet der Kenntnisnachweis etwas?

Die Kostenverordnung der Luftfahrtverwaltung sieht vor, dass für den Kenntnisnachweis nach § 21 e Absatz 1 LuftVO eine Gebühr von 25,00 Euro (netto) zuzgl. 7% Mehrwertsteuer (1,75 Euro), in Summe 26,75 Euro erhoben wird.

Ist der Erwerb des Kenntnisnachweises aufwändig?

Je nach Vorkenntnissen kann auf dieser Seite der Kenntnisnachweis in fünf bis 30 Minuten erworben werden.

Was bedeutet, dass man nicht außerhalb der Sichtweite des Steuerers fliegen darf?

Der Betrieb erfolgt außerhalb der Sichtweite des Steuerers, wenn das Modell ohne besondere optische Hilfsmittel nicht mehr zu sehen oder seine Fluglage nicht mehr eindeutig zu erkennen ist.

Darf ich mit einer Videobrille oder anderen optischen Hilfsmitteln fliegen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Um zum Beispiel mit einer Videobrille zu fliegen, darf das Modell nicht mehr als 250 Gramm wiegen. Ist es schwerer, muss eine zweite Person das Flugmodell ständig in Sichtweite haben, den Luftraum beobachten und den Piloten auf Gefahren hinweisen können. In beiden Fällen gilt, dass die Modelle nicht höher als 30 Meter fliegen dürfen.

Wenn ich beispielsweise mit einer Videobrille höher als 30 Meter fliegen will, ist das dann nicht mehr möglich?

Das ist mittels Lehrer-Schüler-Betrieb erlaubt.
Dabei darf nur der "Schüler" eine Videobrille benutzen.

Darf ich mit meiner Drohne/meinem Multikopter auf meinem eigenen Grundstück fliegen?

Ja, das ist weiterhin möglich, sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen und die geltenden Gesetze in puncto Datenschutz eingehalten und die Persönlichkeitsrechte Dritter gewahrt werden. In Wohngebieten gilt zudem, dass man auch das Einverständnis der Grundstückseigentümer benötigt über deren Grundstücke geflogen wird. Ein Flug über das Grundstück des Nachbarn ist nur mit dem Einverständnis des Grundstückbesitzers erlaubt. Auch hier ist die maximale Flughöhe von 100m über Grund einzuhalten.

Gilt dieser Kenntnisnachweis auch für unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS)?

Nein, diese benötigen eine Bescheinigung nach LuftVO § 21d von einer vom Luftfahrtbundesamt anerkannten Stelle.

Was ist der Unterschied zwischen einem Flugmodell und einem unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS)?

Flugmodelle und UAS sind zwar technisch gleiche bzw. ähnliche unbemannte Fluggeräte, die Unterscheidung erfolgt ausschließlich nach dem Verwendungszweck.
Flugmodelle sind gemäß LuftVZO § 1 Absatz 1 Punkt 8 unbemannte Luftfahrzeuge, die in Sichtweite des Steuerers ausschließlich zum Zweck des Sports oder der Freizeitgestaltung betrieben werden.
Als unbemannte Luftfahrtsysteme gelten gemäß LuftVG § 1 Absatz 2 Satz 3 unbemannte Fluggeräte einschließlich ihrer Kontrollstation, die nicht zu Zwecken des Sports oder der Freizeitgestaltung betrieben werden.